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| LAG-Info 2005
erschienen ! |
Erziehungsfragen stehen heute hoch im Kurs. Die Lockerung tradierter
gesellschaftlicher Normen und die damit verbundene Individualisierung
von Lebensentwürfen eröffnet auch einen weiten Raum
im Umgang mit Kindern. Die hohe Inanspruchnahme unserer Beratungsstellen
ist sicher nur eine Folge dieser Entwicklung. Auf die mit den
strukturellen Veränderungen verbundenen Verunsicherungen
der Eltern reagieren sowohl die Printmedien (s. Stern 17/2005
"Die kleinen Tyrannen" und Spiegel 29/2005 "Die
Erziehung der Eltern") ebenso wie Fernsehsendungen ("Super-Nanny"
und "Super-Mamas"). Mit dem gut gewählten Begriff
der "elterlichen Präsenz" in Verbindung mit "positiver
Autorität" greifen der israelische Psychologie-Professor
Haim Omer und der deutsche Familientherapeut Arist von Schlippe
in ihrem Buch "Autorität ohne Gewalt" diese Entwicklung
unter fachlichen Gesichtspunkt auf.
In diesem LAG-Info wollen wir uns aus "hessischer Sicht"
an dieser Debatte beteiligen, sie nicht einfach als "Skandalisierung"
oder Rückfall in längst überwunden geglaubte autoritäre
Positionen übergehen. Eine südhessische Beratungsstelle
entwickelt aus einer Kritik an der "zunehmenden Psychologisierung,
Pädagogisierung und Therapeutisierung" ein Konzept für
ein Coaching für Eltern als Experten, Christoph Schmidt stellt
in einer Antwort auf die Kritik an Haim Omers Überlegungen
und in einer Leseempfehlung die positive elterliche Autorität
als eine Alternative zu einer Erziehung mit Rigidität oder
Verwöhnung dar.
Politisch, auch Jugendhilfe politisch, ist einiges in Bewegung.
Erziehungs- und Familienberatung steht vor neuen Herausforderungen.
Drei Beispiele, wie mit diesen umgegangen werden kann, finden
sich ebenfalls in diesem Heft:
- Eine Wiesbadener Beratungsstelle beschreibt die Möglichkeit
der Erziehungsberatung, sich im Kontext des Umgangs mit sexuellem
Missbrauch in örtliche Vernetzungsstrukturen, konzeptionelle
Diskussionen und Planungen einzubringen.
- Mit der Darstellung von Eingewöhnungsprozessen bei der
Tagesbetreuung von Kindern stellt Frau Hédervári-Heller
eine Kooperationsmöglichkeit mit Vorschuleinrichtung und
Tagespflege dar.
- Ein durch die PISA-Studie angestoßener Aspekt der Zusammenarbeit
ergibt sich aus dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan. Wir
dokumentieren die Grundidee dieses Projektes, das die Schnittstelle
von Bildung und Erziehung fokussiert. Welche Aufgaben sich für
Erziehungsberatung in Hessen in der Zukunft ergeben, wird zu diskutieren
sein. In einer erste Diskussion befasste sich die Konferenz der
Leiterinnen und Leiter der hessischen Beratungsstellen auf ihrer
Sitzung am 12.10. 2005 mit dieser Thematik, nicht ohne u.a. kritisch
anzumerken, dass der Bezug zur Jugendhilfe nur schwach entwickelt
sei.
Überlegungen zur Weiterentwicklung unserer Konzeptionen
ergeben sich auch Beratungsstellen intern. Eine Hanauer Beratungsstelle
stellt ihre psychologische Beratung im Netzwerk der Gruppe vor.
Mit der psychischen Widerstandskraft von Kindern, die trotz
schwieriger Lebensumstände gut gedeihen, beschäftigt
sich der relativ neue Ansatz der sog. Resilienzforschung. Seine
Ressourcenorientierung ist er für uns in der Erziehungsberatung
besonders interessant.
INHALTSANGABE:
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Aus Geschäftsstelle und Verband
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Neue Mitglieder
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Bundesgesetzgebung Kinder- u. Jugendhilfe
Weiterentwicklung des SGB VIII
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Psychotherapie und Erziehungsberatung
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Evaluation der LAG-Jahrestagung 2004
"Damit der Anfang gelingt ..."
Dr. Britta ZANDER, LAG-Vorstand, Emden
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Zusammenfassung der AG "Sekretärinnen in Erziehungsberatungsstellen",
LAG-Jahrestagung 2004
Barbara MEHLER-BECKER, Bad Homburg
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Fachfragen
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Eingewöhnungsprozesse bei der Tagesbetreuung
von Kleinkindern
Dr. Eva HÉDERVÁRI-HELLER, Frankfurt/M.
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Stark werden trotz schwieriger Kindheit
Psychische Widerstandskraft im Kinder- und Jugendalter
Jürgen PLASS, Fulda
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"Autorität durch Beziehung" - Kritik an
der Kritik
an Haim Omer
Christoph SCHMIDT, Groß-Gerau
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Aus der Praxis
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Psychologische Beratung im Netzwerk der Gruppe -
Zur konzeptionellen Weiterentwicklung einer
Psychologischen Beratungsstelle
Dr. Oliver HECHLER, Hanau
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Institutionelle Kooperation bei sexuellen Missbrauch
von Mädchen und Jungen
Peter SCHMIDT, Wiesbaden 0
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Coaching für Eltern als Experten
Kordula GRUHN, Pfungstadt
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Dokumentation
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Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan
Dr. Dagmar BERWANGER, München
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Hessisches Statistisches Landesamt - Presseinformation
22.000 Erziehungsberatungen im Jahr 2004
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Sachbericht zum Verwendungsnachweis der Frankfurter Erziehungsberatungsstellen
- überarbeitete Fassung
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Streiflichter
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Über die Sanftmut des zweiten Ranges
Nelly JOURDANT, Fulda
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Abschied von der Beratungsstelle - hin zu neuen
Erfahrungen in Afrika
Sigrid PILGRAM, Frankfurt
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Literaturhinweise
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"Herausforderung Gewalt - Programm polizeiliche
Kriminalprävention"
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Christoph SCHMIDT, LAG-Vorstand
Sexualpädagogische Jungenarbeit - eine Expertise
Das Papa-Handbuch zu Schwangerschaft, Geburt und
dem ersten Jahr zu dritt"
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Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
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