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Die in den letzten Jahren zum Teil drastisch gestiegenen Anmeldezahlen
in Erziehungsberatungsstellen stehen als Symptom dafür, dass die Erziehung
schwieriger wird oder zumindest auf neue Verhältnisse reagieren muss.
Gleichzeitig stellen wir fest, dass eine große Heterogenität im
Erziehungsgewerbe besteht. Nichts scheint mehr sicher: Wer erzieht wen,
Eltern die Kinder - oder umgekehrt?
Als professionelle Beraterinnen und -berater stellen wir fest, dass ein
wachsender Bedarf an praktischer, erzieherischer Basisqualifikation besteht:
Konkrete Erziehungsempfehlungen, "Ratschläge", die Eltern von uns
oft fordern, werden jedoch von ErziehungsberaterInnen und therapeutischen
Fachkräften häufig etwas geringschätzig betrachtet und eher abgelehnt. Als
Königsweg für positive Veränderung in Eltern-Kind-Beziehungen in Beratung und
Therapie gilt in der Regel das Verstehen und eigenständige Erarbeiten
subjektiver Problemlösungen mit Hilfe psychotherapeutischer Methoden.
Andererseits haben Elterntrainingsprogramme derzeit Konjunktur. Sind sie
sorgfältig methodisch aufgearbeitet und evaluiert.
Wir haben uns auf unserer Tagung 2002 mit diesen Programmen beschäftigt. Wir
wollten überprüfen, wie weit der Konflikt zwischen Beziehungs- und
Handlungsorientierung in der Erziehungsberatung bestehen bleiben muss, oder
ob nicht eine Chance zur Integration beider Ansätze besteht. Ziel der Tagung
war es nicht nur, einzelne Eltern-Trainingsprogramme kennen zu lernen,
sondern auch den Dialog zwischen Familienberatung und Familienbildung
anzuregen und so neue Wege zu finden, die fachlichen Kompetenzen beider Bereiche
zu bündeln
Die Vorträge, Darstellungen und Materialien dieser Tagung liegen nun als
EB-Kurier 2003 als Broschüre vor.
Sie kann über die
Geschäftsstelle zum Preis von 4€ + Porto bestellt werden.
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