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Das  menschliche  Gehirn - Ort und Ziel von Beratung

 

Titel08.tifNeurowissenschaftliche Erkenntnisse haben in den letzten Jahren einen beispiellosen Aufschwung genommen. Hirnforschung als Wissenschaft von den Nervenzellen und den Gesetzmäßigkeiten der Reizverarbeitung im Gehirn bereichert und ergänzt inzwischen ganz selbstverständlich das traditionell sozialwissenschaftlich geprägte Verständnis von Beratung und Therapie. Biologie und soziale Realität stehen nicht länger unversöhnlich und beziehungslos nebeneinander, sondern bedingen sich wechselseitig. Für die mit psychotherapeutischen Interventionen arbeitende Erziehungsberatung geht es u. a. darum, mit Hilfe der Hirnforschung Veränderungsprozesse in ihrem Gelingen sowie ihrem Scheitern zu verstehen. Insbesondere die emotionalen Bereiche menschlichen Handelns und Erlebens werden zunehmend mit dem Wissen und seiner praktischen Anwendung verbunden.

 

Erziehungsberatung als traditionell interdisziplinär und integrativ arbeitender Fachdienst für Entwicklungsförderung und der Bewältigung destruktiver Beziehungserfahrung muss sich den biologischen Aspekten des Neurowissenschaften genauso öffnen wie den psychodynamischen Theorien und der systemischen Forschung. Dabei geht es um eine Balance zwischen neuerer wissenschaftlichen Grundlagentheorien einerseits und gesicherten Anwendungsverfahren und praktischen Überlegungen andererseits.

 

 
INHALTSANGABE:    
    Seite
     
Vorbemerkung   6
     
Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema (Karin Müller) 7
     
Neue Hirnforschungsergebnisse -
müssen wir unsere Arbeit neu denken?
(Prof. Dr. Günther Bittner) 9
     
Zeit, Emotion und Synchronizität   39
     
Wie man Ich wird (Prof. Dr. Harald Welzer)  
     
Spielerisch Arbeiten mit Objekten in körpertherapeutischen Settings (Dipl—Psych. Wiebke Bruns) 41
     
Zur Entstehung der Gruppe „Aspergersyndrom und Aspergerkontinuum“ (Dipl.-Soz.Päd. Nelly Jourdant) 49
     
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren   53
     

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